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Was ist Arthrose?

Gelenkverschleiß –
natürlicher Alterungsprozess oder Arthrose?

Raus aus der Schonhaltung

Veränderung ist Kopfsache: Aktiv – trotz Arthrose!

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Aktiv – trotz Arthrose!

Ständige Schmerzen im Gelenk: Was ist Arthrose?

Alle Gelenke des Menschen haben die Aufgabe, Bewegungen verschiedener Körperabschnitte zu gewährleisten. Dadurch sind wir bewegungsfähig und können verschiedene Herausforderungen im Alltag, bei der Arbeit und auch in der Freizeit bewältigen.

In allen Gelenken ist der Knochen von Knorpel überzogen. Dieser ist von Gelenkflüssigkeit und einer kräftigen, gut funktionierenden, gelenkumgreifenden Muskulatur umgeben und kann somit als Stoßdämpfer fungieren und normale Bewegungen ermöglichen.

Die Gelenke verschleißen im Laufe des Lebens. Das ist ein ganz natürlicher Alterungsprozess, der grundsätzlich bei jedem Menschen in jedem Gelenk auftreten kann, aber nicht immer zur Erkrankung Arthrose führen muss. Arthrose ist ein nichtentzündlicher Gelenkverschleiß, der über das Altersmaß hinausgeht und durch ein gestörtes Verhältnis zwischen Belastung und der Belastbarkeit des betroffenen Gelenkes gekennzeichnet ist. Dafür können verschiedene Risikofaktoren, wie ausgeprägte X- oder O-Beine, Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen, Gelenkverletzungen besonders mit Knorpelschädigung, Gelenkinstabilitäten, Gelenküberlastung z.B. durch Arbeits-, Freizeit- oder auch Sportbelastungen, Infektionen, häufige Entzündungen im Gelenk bis hin zu fehlender Bewegung im betroffenen Gelenk am häufigsten verantwortlich sein.

Bei einer Arthrose nutzt sich der Knorpel im Gelenk schneller als gewöhnlich ab, wird dünner, weicher, bekommt Risse und fehlt teilweise in belasteten Gelenkbereichen. Das hat Auswirkungen auf den Knochen (Deformierung), die Gelenkkapsel und die Gelenkmuskulatur. Hauptsymptom der Arthroseerkrankung ist der Schmerz (Bewegungs-, Anlauf-, Belastungs-, Ruheschmerz). Daneben sind aber auch Steifheit, Knirschen/ Reiben im Gelenk oder Wetterfühligkeit und im weiteren Krankheitsverlauf Gelenkdeformierung, Gelenkschwellungen oder Gelenkerguss bedeutsam.

Mit über fünf Millionen Betroffenen in Deutschland kann Arthrose als die häufigste Gelenkerkrankung betrachtet werden. Bei den meisten Menschen sind Knie, Hüfte und Fingergelenke, seltener Schulter und Füße betroffen. Die Diagnose wird von einem Arzt an Hand der Befragung (Anamnese inklusive Beschwerden, Risikofaktoren) und der körperlichen Untersuchung gestellt. Ein Röntgenbild kann Aussagen zur Ausprägung der Arthrose, der Diagnosesicherung und den Therapiemöglichkeiten unterstützen.

Meist versuchen viele Menschen mit Arthrose, das betroffene Gelenk zu schonen und bewegen es möglichst wenig, was früher auch häufig empfohlen wurde. Ein typischer Fehler, denn dadurch werden die Beschwerden meist verstärkt und die eingenommene Schonhaltung kann auch andere Gelenke zusätzlich belasten. Das gilt es für Menschen mit Arthrose zu ändern.

Grundsätzlich ist Arthrose eine chronische, sich über längere Zeitabschnitte entwickelnde und nicht heilbare Erkrankung. Es können aber durch verschiedene Maßnahmen die Entwicklung der Arthrose im betroffenen Gelenk verlangsamt und die zunehmenden Symptome gebessert werden.

An erster Stelle kommen dabei verschiedene nicht-operative Therapiemaßnahmen zum Tragen. Die Schmerzreduktion und die Verbesserung der Funktion und Belastbarkeit des von Arthrose betroffenen Gelenkes stehen im Vordergrund. Ziel ist es, das Gelenk so lange wie möglich, bei guter Lebensqualität des Betroffenen, zu erhalten.

Vielfältige Möglichkeiten können einer Operation vorbeugen, z.B.

  • eine arthrosegerechte Ernährung
  • die Einnahme von Schmerzmitteln
  • die Anwendung von Kälte-/ Wärmemaßnahmen
  • der Einsatz von dafür entwickelten Bandagen
  • spezielle ärztliche Therapien
  • die breit gefächerte Palette an Ergo-, Physio- und Bewegungstherapien, auch im Rahmen einer komplexen medizinischen Rehabilitation.

Wenn all diese Maßnahmen bei einer fortgeschrittenen Arthrose mit unbeeinflussbaren Schmerzen, starken Deformierungen und Bewegungseinschränkungen nicht mehr greifen, also die Lebensqualität bedeutend eingeschränkt ist, kann eine Operation, bei der ein künstliches Gelenk (Endoprothese) eingesetzt wird, helfen.