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Gesunde Ernährung bei Arthrose

Die richtige Auswahl der Lebensmittel
Genießen, was uns gut tut!

Raus aus der Schonhaltung

Veränderung ist Kopfsache: Aktiv – trotz Arthrose!

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Gesunde Ernährung bei Arthrose

Warum bestimmte Lebensmittel den Unterschied machen
Genießen, was uns gut tut

In Zeiten von Crossfit und Veggie-Lifestyle weiß jeder: Eine gesunde Ernährung tut dem Körper gut. Sie ist nicht nur für unser Herz und unsere Muskeln gut, auch unsere Knochen und Gelenke profitieren von einer ausgeglichenen Ernährung.

Doch welchen Einfluss hat Ernährung auf unseren Körper?

Bei dieser Frage fällt den meisten Menschen zuerst der Faktor ‚Gewicht’ ein: Nur wenige kleine Knorpel und Gelenke der Wirbelsäule, der Hüfte, in den Knien und Füßen tragen das gesamte Körpergewicht. Sie sind zwar enorm flexibel, doch jedes Gramm zu viel bedeutet eine erhöhte Belastung auf unsere Gelenke und Knochen. Ein reduziertes Körpergewicht entlastet unsere Knochen und Gelenke, damit sie uns noch lange schmerzfrei tragen können.

Doch nicht nur das Gewicht, sondern auch eine ausreichende Nährstoffversorgung ist für die Gesunderhaltung des Knochensystems wichtig. Diese Versorgung wird durch die Gelenkflüssigkeit sichergestellt, die sogenannte Synovia. Sie transportiert die benötigten Nährstoffe in die gefäßlosen Gelenkknorpel. Außerdem stellt die Flüssigkeit einen natürlichen Schutzfilm dar, der die Reibung und den Druck auf das Gelenk reduziert.

Welche Lebensmittel wirken begünstigend?

Unsere Ernährungsexpertin, Dipl.-Oecotrophologin und Diätassistentin Alexandra Gundlach, empfiehlt neben der täglichen körperlichen Bewegung bei adäquatem Gewicht eine Kost, die als mediterrane Ernährung bezeichnet wird. Sie ist für die Gewichtsreduktion empfehlenswert und kann auch für einen dauerhaft gesunden Lebensstil beibehalten werden. Die mediterrane Kost basiert auf dem Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln, wie Getreide, Reis, Nudeln, z.T. als Vollkornprodukt, sowie Kartoffeln. Täglich werden auch Gemüse – auch roh – und Obst sowie Hülsenfrüchte und kleinere Mengen an Nüssen verzehrt.

Hinsichtlich der Verwendung von Fetten sind besonders Walnuss-, Raps- und Leinöl zu bevorzugen. Bei Käse, Joghurt und anderen Milchprodukten sind die mageren und fettarmen Natur-Varianten zu wählen. Tierische Produkte, wie Fleisch, Fleischwaren und Ei sollten in sparsamen Dosen verzehrt werden. Magerstes Fleisch steht nur im Monatsrhythmus auf dem Speiseplan, wohingegen Fisch bis zu zweimal wöchentlich verzehrt wird. Auch Süßigkeiten sollten nur sehr selten gegessen werden.

Welchen Nutzen hat diese Ernährung?

Welchen Nutzen kann sich ein Arthrose-Patient von dieser Art Ernährung versprechen? Zusammengefasst ist mediterrane Ernährung sehr pflanzenbetont und greift auf hochwertige pflanzliche Öle sowie Fette aus Seefisch zurück. Gleichzeitig ist der Verzehr von fetten Milchprodukten sowie Fleisch eingeschränkt. In der breiten Auswahl pflanzlicher Lebensmittel finden sich sehr erwünschte Antioxidantien (Vitamin C und E), denn sie kommen der Stoffwechselsituation des Arthrose-Patienten zu Gute. Darüber hinaus liefert die Lebensmittelauswahl die Vitamine A, D sowie Selen und Zink.

Wenn wir noch einmal ein besonderes Augenmerk auf den Verzehr von Pflanzenölen und Seefischen richten, sehen wir, dass wir hier zwei fettreiche Gruppen haben. Beide Lebensmittelgruppen liefern mit ihrem Fettanteil Fettsäuren, wie z. B. EPA (Eicosapentaensäure) und α-Linolensäure, die für den menschlichen Körper als besonders günstig angesehen werden: Sie wirken entzündungshemmend. Beide konkurrieren im Organismus mit entzündungsfördernder Arachidonsäure aus dem Fett von Fleisch und fetten Milchprodukten. Durch das höhere Angebot u.a. an EPA und α-Linolensäure aus Fisch und pflanzlichen Ölen wird die Arachidonsäure verdrängt.

Bei einer aktiven Nahrungsumstellung kann es bis zu zwei Monate dauern, bis ein spürbarer Effekt einsetzt. Neben einer mediterranen Ernährung ist also auch etwas Geduld hilfreich.

Bildquelle Headerbild: Anna Pustynnikova/iStock